„Das ungarische Einwanderungsgesetz von 1722/23“

Festakt und Tagung in Tübingen

Anlässlich der Verabschiedung der Einwanderungs- und Ansiedlungsgesetze durch den ungarischen Landtag vor 300 Jahren organisierte das Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen eine Historikerkonferenz.

Ausgangslage: Der vor 300 Jahren in Preßburg einberufene Landtag gilt als Wendepunkt in der frühneuzeitlichen Geschichte des Königreichs Ungarn. Die ungarischen Stände verabschiedeten zahlreiche Gesetze, die die Voraussetzung für zahlreiche grundlegende Wirtschaftsreformen in Ungarn darstellten. Teil der wirtschaftlichen Modernisierung waren unter anderem die Artikel über die Besiedlung der unterbevölkerten Ländereien des Adels und der ungarischen Hofkammer mit Arbeitskräften aus dem In- und Ausland.

Der Landtag von 1722/23 lieferte die bis dahin fehlende Rechtsgrundlage für die Einwanderung, die von den habsburgischen Herrschern und den ungarischen Grundbesitzern mehr als hundert Jahre lang erfolgreich betrieben wurde.

Am Vorabend zu dieser Konferenz fand im Silchersaal der Museumsgesellschaft Tübingen ein feierlicher Festakt statt, zu dem Prof. Dr. Márta Fata als verantwortliche Organisatorin der Tagung im Namen des Instituts eingeladen hatte.

Nach den Begrüßungen durch Prof. Dr. Reinhard Johler, Leiter des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde und Prof. Dr. Karin Amos, Prorektorin der Eberhard Karls Universität Tübingen, überbrachten Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, und Joschi Ament, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, ihre Grußworte. Zur feierlichen Eröffnung sprach Evangelia Hüfner, Ministerialrätin im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen in Baden-Württemberg, bevor Prof. Dr. Gábor Erdődy, ungarischer Botschafter in Berlin a. D., mit seinem Referat zum Thema „Einwanderung und Ansiedlung von Deutschen in Ungarn im Kontext der deutsch-ungarischen Beziehungen“ die Tagung aus wissenschaftlicher Sicht eröffnete.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von einem trio d´anches des Polizeiorchesters des Landes Baden-Württemberg.

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