LDU und LdU – „zwei Seiten derselben Medaille“

Am 28. Oktober 2000 unterzeichneten in Gerlingen die beiden Vorsitzenden der Volksgruppe der Ungarndeutschen – Dr. Friedrich A. Zimmermann für die LDU in Deutschland und Otto Heinek für die LdU in Ungarn – eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit der beiden Schwesternverbände in Deutschland und Ungarn. Sie wollten damit zum Ausdruck bringen, dass über 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der damit einhergehenden unterschiedlichen Entwicklung der Volksgruppe die beiden Teile der Ungarndeutschen immer noch zusammengehören.

20 Jahre nach der Unterzeichnung der ersten Vereinbarung beschlossen Joschi Ament, Vorsitzender der LDU in Deutschland und Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der LdU in Ungarn, die historische Verbundenheit der Ungarndeutschen und der Deutschen aus Ungarn für eine gemeinsame Zukunft erneut öffentlich zu verkünden.

„Auch für uns Beide, die wir jetzt den Vorsitz innehaben, ist es nicht weniger wichtig, dieser Zusammengehörigkeit Ausdruck zu verleihen, indem wir die Urkunde feierlich unterzeichnen. Der Inhalt und die einzelnen Punkte der Urkunde von damals sind heute noch aktuell, und das heißt nicht, dass wir dort stehen geblieben sind – im Gegenteil, es heißt, dass wir noch immer die Chance haben, das Gleiche zu fördern, und deshalb die Chance haben, weil es uns noch immer gibt. Ein Teil von uns hier in Deutschland, der andere Teil in Ungarn: beide Hälften kämpfen um eine Zukunft, und keine gibt auf”, so die LdU-Vorsitzende Hock-Englender.

„Wir bekräftigen heute unsere Verbundenheit mit der feierlichen Unterzeichnung im Bewusstsein unserer historischen Verantwortung für die Zukunft aller Ungarndeutschen mit dem Ziel der Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls der beiden Teile unserer Volksgruppe – gewissermaßen die Charta der Ungarndeutschen“, wie der LDU-Vorsitzende Joschi Ament zu verstehen gab.

Die feierliche Unterzeichnung der Vereinbarung fand anlässlich eines Festaktes im Rahmen der Kulturtagung am 16. Oktober 2021 statt.