„Wieviel Vergangenheit und wieviel Zukunft“

Feierlicher Festakt anlässlich 75 Jahre Landsmannschaft der Banater Schwaben

Mit einem würdigen Festakt im Donauschwäbischen Zentralmuseum (DZM) in Ulm feierte der Bundesverband der Landsmannschaft der Banater Schwaben sein 75-jähriges Bestehen. Bereits im Vorfeld versammelten sich Gäste im Dokumentationszentrum der Landsmannschaft, wo Leiter Walter Tonța eine eindrucksvolle Sammlung historischer Dokumente präsentierte.

Zum Festakt konnte der Bundesvorsitzende der Banater Schwaben, Peter-Dietmar Leber, zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kirche, Wissenschaft und befreundeter Verbände begrüßen.

Unter ihnen befanden sich der rumänische Parlamentsabgeordnete Ovidiu Ganț, der in seinem Grußwort die starken deutsch-rumänischen Beziehungen und die Bildungsförderung durch Baden-Württemberg und Bayern hervorhob. Ebenso Stephan Mayer, der erst kürzlich neu gewählte Präsident des Bundes der Vertriebenen, bekräftigte seine Unterstützung für die Anliegen der Banater Schwaben. Die Ulmer Bürgermeisterin Iris Mann betonte in ihrem Grußwort u.a. die besondere Verbundenheit der Stadt Ulm, die seit vielen Jahren als Patenstadt über die Banater Schwaben fungiert und regelmäßig die Heimattage des Bundesverbandes ausrichtet. Weitere Grußworte sprachen Dr. Claudiu Călin (Bistum Temeswar) in Vertretung für SE Bischof József-Csaba Pál und für den emeritierten Bischof Martin Roos sowie Benny Neurohr für das Demokratische Forum der Deutschen im Banat.

Ein Höhepunkt war der Vortrag von Prof. Dr. Reinhard Johler (Universität Tübingen) mit dem Titel „Wieviel Vergangenheit und wieviel Zukunft“

Darin beschäftigte sich Prof. Dr. Johler zum einen mit den Themen der Erinnerungskultur und des kulturellen Erbes sowie die Funktion der Brückenbauer zu den historischen Herkunftsgebieten, zum anderen mit den Themen möglicher Kooperationen und der Weiterentwicklung von Netzwerken untereinander. Sein Vortrag mündete letztlich in einem bemerkenswerten Zukunftsvorschlag für eine Jugendaktion für mehr Sichtbarkeit der Landsmannschaften.

Musikalisch umrahmten Patrick Hollich (Klarinette) und Ilja Ruf (Klavier) die Veranstaltung, die mit Enescus „Rumänischer Sinfonie“ eindrucksvoll ausklang.

Die Landsmannschaft blickt damit auf 75 Jahre erfolgreiche Gemeinschaftsarbeit und engagierte Heimatpflege zurück. Happy Birthday! Landsmannschaft der Banater Schwaben!