
Baden-Württemberg verleiht Donauschwäbischen Kulturpreis 2025 – Ehrengabe an Johann Schuth
Anfang November 2025 wurde im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen der Donauschwäbische Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg verliehen. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und würdigt herausragende Leistungen zur Pflege und Vermittlung donauschwäbischer Kultur. Die feierliche Übergabe erfolgte durch Innenminister Thomas Strobl, der in seiner Ansprache die kulturelle Vielfalt und das Engagement der donauschwäbischen Gemeinschaft hervorhob.
Die Ehrengabe des Landes erhielt in diesem Jahr Johann Schuth, Chefredakteur der Neuen Zeitung in Budapest und langjähriger Vorsitzender des Kultur- und Redaktionsausschusses der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen. Mit der Auszeichnung würdigte die Jury seine jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit als engagierter Mittler zwischen Deutschen und Ungarn sowie seine Verdienste um die Bewahrung der ungarndeutschen Identität in Medien, Kultur und Öffentlichkeit.
Der Hauptpreis ging an den Soziologen Prof. Dr. Anton Sterbling, der mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten maßgeblich zur Erforschung donauschwäbischer Lebenswelten beigetragen hat. Den Förderpreis erhielt die Künstlerin Denise Schillinger für ihre zeitgenössischen Auseinandersetzungen mit Herkunft und Erinnerung.

Der Donauschwäbische Kulturpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und gilt als wichtigste Auszeichnung seiner Art.
Die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn gratuliert Johann Schuth herzlich zu dieser hochverdienten Ehrung. „Sein jahrzehntelanges Wirken für die ungarndeutsche Sache, seine journalistische Integrität und seine Brückenfunktion zwischen Deutschland und Ungarn sind beispielhaft und zugleich Verpflichtung für kommende Generationen“, erklärte Joschi Ament, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft.
Insgesamt zeigte die Veranstaltung im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen eindrucksvoll, dass das kulturelle Erbe der Donauschwaben lebendig ist und weiterhin Brücken zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schlägt.

Fotos: Thomas Niedermüller / www.niedermueller.de
