
Zur Zukunft der deutschen Sprache in Südostmitteleuropa im Kontext „80 Jahre Vertreibung“
Wie steht es um die Zukunft der deutschen Sprache und Kultur in Südostmitteleuropa? Dieser Frage widmete sich eine Podiumsdiskussion mit ausgewiesenen Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis. Im Mittelpunkt standen die Stellung der deutschen Sprache in der Region, die Chancen und Strategien zur Förderung des Spracherwerbs sowie die Rolle der deutschen Kultur als Teil des gemeinsamen kulturellen Erbes Südostmitteleuropas.
Die Referenten Prof. Dr. Stefan Jeuk (PH Ludwigsburg), Dr. Eugen Christ und Prof. Dr. Reinhard Johler (IDGL Tübingen) beleuchteten unterschiedliche Perspektiven und Herausforderungen. Moderiert wurde die Diskussion von Dr. hab. András Balogh (ELTE BTK Budapest).
Gemeinsam gingen die Teilnehmer der Frage nach, welche Bedeutung die deutsche Sprache heute noch als Wissenschaftssprache besitzt und wie präsent sie in Schule, Unterricht und Universitäten der Region ist.
Ein zentrales Thema war der rückläufige Trend: Sowohl die Zahl der Deutschlernenden als auch die der Studierenden in den Germanistikstudiengängen in Ostmitteleuropa nimmt seit Jahren ab. Gleichzeitig bleibt die deutsche Kultur in vielen Ländern weiterhin sichtbar und prägend – historisch, gesellschaftlich und kulturell.
Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage: Ist das Glas halb leer oder halb voll? Diskutiert wurde auch, ob Deutschland seiner Verantwortung für die Förderung der deutschen Sprache und Kultur in Osteuropa ausreichend gerecht wird und ob es eine klare, überzeugende Botschaft darüber gibt, warum Deutschkenntnisse heute noch relevant sind.
Am Ende waren sich die Podiumsteilnehmer einig: Eine einfache Antwort gibt es nicht. Vielmehr braucht es neue Ideen, gemeinsame Anstrengungen und langfristige Strategien, um die deutsche Sprache in der Region zu bewahren und ihre Zukunft aktiv zu gestalten.






















