„Treffpunkt für Freunde aus aller Welt

40 Jahre Haus der Donauschwaben in Mosbach

Im Frühjahr 1985 wurde das Haus der Donauschwaben in Mosbach, ein beeindruckendes Bauwerk, in Eigenleistungen hergestellt, eingeweiht. Mit der damaligen Eröffnung begann auch schon die Erfolgsgeschichte dieses Dreh- und Angelpunktes für Donauschwaben aus Nah und Fern. Selbst aus den USA und Brasilien werden Gäste bewirtet und betreut, die vielfach als Fremde kommen und als Freunde gehen. Dazu bietet das Haus u.a. auch 26 Übernachtungsmöglichkeiten. Ein Haus also, das ideal ist für Kulturveranstaltungen, Heimatabende oder Ausstellungen. Kurzum: ein Haus, um Freunde zu treffen.

Die Landsmannschaft der Donauschwaben in Mosbach lud zur Jubiläumsfeier „40 Jahre Haus der Donauschwaben in Mosbach“ ein. Vorsitzender Anton Kindtner freute sich über ein bis auf den letzten Platz besetztes Vereinsheim.

Wie sehr die Aktivitäten der Mosbacher Donauschwaben geschätzt werden, verdeutlichte auch die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, u.a. Peter Hauk, MdL, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, Dr. Achim Brötel, Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises und Präsident des Deutschen Landkreistages, sowie Manfred Beuchert, stellvertretender Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Mosbach.

Sie alle überbrachten in ihren Grußworten nicht nur die Glückwünsche zum Jubiläum des Hauses, sondern sprachen Dank, Respekt und Anerkennung aus. So werden in diesem Haus das Erbe und die Traditionen der Donauschwaben bewahrt, und es ist zudem ein zentraler Ort der Begegnung, eine Stätte für ein gutes Miteinander und für Menschen verbindende Freundschaften.

Zu den Gästen zählte auch Landesgeschäftsführer der LDU Erich Gscheidle in Begleitung seiner Ehefrau Maria.

Eine musikalische Umrahmung dieses runden Geburtstages durfte ebenso wenig fehlen wie der Segen für das Haus, den die Diakone der katholischen Seelsorgeeinheit und der evangelischen Christusgemeinde spendeten.

Der perfekte Abschluss dieser schönen Jubiläumsfeier bildete dann wieder einmal das reichhaltige und hervorragende Buffet mit der Ilona Kindtner und ihr Team die Gäste verwöhnte. Anton Kindtner dankte allen Gratulanten für ihr Kommen und die guten Wünsche.

„Erinnern, bewahren, gestalten“

Landesverbandstag des Bundes der Vertriebenen in Baden-Württemberg

Turnusgemäß trafen sich die Delegierten der BdV-Kreisverbände sowie der angeschlossenen Landsmannschaften Mitte Juli im Haus der Heimat in Stuttgart zum 73. Landesverbandstag des BdV Baden-Württemberg.

Seitens der LDU nahm Stefan Vachaja, stellvertretender Landesvorsitzender die Delegiertenstimme für die Ungarndeutschen wahr.

BdV-Landesvorsitzender Hartmut Liebscher begrüßte die Anwesenden und moderierte den Verbandstag.

Die Delegiertenversammlung nahm zahlreiche Berichte zur Kenntnis, diskutierte über zahlreiche Anliegen der Landsmannschaften, fasste notwendige Beschlüsse und verabschiedete am Ende den vorliegenden Haushaltsplan.

Im Anschluss an den offiziellen Teil hielt Markus Patzke, Chefredakteur des Deutschen Ostdienstes (DOD) einen Vortrag über die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der Vertriebenenverbände.

 

 

(Quelle: BdV Baden-Württemberg)

„Alle Interessen kanalisieren, um der gemeinsamen Sache zu dienen“

30 Jahre Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen

Es war eine gute Idee, zur aktuellen Sitzung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen die früheren Abgeordneten einzuladen und so in einer Feierstunde das 30-jährige Gründungsjubiläum der LdU zu begehen.

LdU-Vorsitzende Ibolya Hock Englender zeichnete anhand der präzisen Berichterstattung in der Neuen Zeitung und der damaligen Protokolle die Geschichte der Gründung der Landesselbstverwaltung nach.

589 von 751 demokratisch gewählte deutsche Elektoren kamen am 11. März 1995 im Budapester MOM-Kulturzentrum zusammen, um das neue 53-köpfige „Parlament der Ungarndeutschen“ zu wählen. Am Vortag lösten 131 Delegierte den Verband der Ungarndeutschen auf, damit ging die 40-jährige Geschichte des 1955 gegründeten „Kulturverbandes der deutschen Werktätigen in Ungarn“ zu Ende.

Am 8. April 1995 überreichte Parlamentspräsident Zoltán Gál im Parlament die Mandate an die Mitglieder, und am selben Tag wählte die LdU Dr. Jenő Kaltenbach zum Vorsitzenden, dessen Motto war: „Alle Interessen kanalisieren, um der gemeinsamen Sache zu dienen“.

Leider nahm Dr. Kaltenbach an der Jubiläumssitzung nicht teil. Dafür aber Lorenz Kerner, der noch 1995 – nachdem Kaltenbach zum Minderheiten-Ombudsmann gewählt wurde – den ehrenamtlichen LdU-Vorsitz übernehmen konnte. Er erinnerte sich an die Aufbruchsstimmung der Anfangszeit, wie ein funktionstüchtiges Gerüst aufgebaut wurde und wie die LdU ihre Aufgaben als gleichrangiger Partner für Parlament und Regierung in Ungarn und in Deutschland wahrnahm.

Nachdem die Teilnehmenden in einer Schweigeminute der verstorbenen Mitglieder der LdU gedachten, konnten sie in einer Fotoausstellung im Sekretariat schöne Momente der vergangenen 30 Jahre wieder erleben und bei Speis und Trank die Wiedersehensfreude voll auskosten.

 

Quelle: Neue Zeitung Nr. 28/2025

„Ein Ort für Vielfalt und Völkerverständigung“

25 Jahre Donauschwäbisches Zentralmuseum in Ulm

„Migration, Flucht, interkulturelle Gesellschaften: Das sind Begriffe, die in den Debatten unserer Zeit allgegenwärtig sind. Es sind aber auch Themen, die sich quer durch die Menschheitsgeschichte ziehen“, sagte Tamás Szalay, Direktor des DZM.

Seit seiner Eröffnung habe sich das DZM als wichtiger Kulturträger in der Donauregion etabliert und fördere damit den europäischen Gedanken. Das Museum sei ein Ort der Begegnung und fester Bestandteil der Ulmer Kulturszene, wie es der Pressemitteilung des Donauschwäbischen Zentralmuseums zu entnehmen war.

Ein buntes Programm mit Kunst, Kultur und Begegnungen erwartete die Besucher, die aus ganz Baden-Württemberg zum Museumsfest nach Ulm gekommen waren. Neben Führungen, Mitmachaktionen und Infoständen der donauschwäbischen Landsmannschaften stand der offizielle Festakt im Mittelpunkt des Nachmittags.

Ulms Bürgermeisterin Iris Mann (Vorstandsvorsitzende DZM) begrüßte. Es folgten Grußworte von Ministerialdirektor Reiner Moser (Innenministerium Baden-Württemberg) und Oberbürgermeister Martin Ansbacher; es gab u.a. eine Videobotschaft von Christian Glass (Gründungsdirektor des DZMs) sowie ein Podiumsgespräch „Blick zurück“ mit Joschi Ament (Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn), Jürgen Harich (Landsmannschaft der Donauschwaben), Peter-Dietmar Leber (Landsmannschaft der Banater Schwaben) und ein Podiumsgespräch „Blick nach vorne“ mit Sarah Belgomri (Internationales Forum „Migration verbindet“), Prof. Dr. Reinhard Johler (Universität Tübingen), Iris Mann (Vorstandsvorsitzende DZM) und Tamás Szalay (Museumsdirektor).

„Erinnern für die Zukunft“

Innenminister Thomas Strobl erinnert an die Opfer von Flucht und Vertreibung

Der 20. Juni ist der Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung. Thomas Strobl erinnerte daran, wie überaus wichtig es auch acht Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist, sich das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen zu vergegenwärtigen.

„In zahlreichen Veranstaltungen, Berichten und Reportagen rund um den 80. Jahrestag des 8. Mai 1945 kommen Zeitzeugen zu Wort, die ihre Erlebnisse vor, während und nach ihrer Flucht oder Vertreibung schildern. Das ist von unschätzbarem Wert. Denn das Schicksal eines Einzelnen bewegt uns oft mehr als abstrakte Zahlen, die jenseits unserer Vorstellungskraft liegen. Was Menschen mit Worten ausdrücken, kann eine eigene Existenz gewinnen. Indem wir beschreiben, was wir selbst erlebt oder gesehen, was wir gedacht und gefühlt haben, legen wir Zeugnis über Geschehnisse ab, die für uns selbst und für andere Menschen bedeutsam waren“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident, Innenminister und Landesbeauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler bei der diesjährigen Gedenkfeier der Landesregierung in Stuttgart-Bad Cannstatt.

Minister Thomas Strobl erinnerte an die Bemühungen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene, die erforderlich waren, um dem Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen einen angemessenen Platz in der gemeinsamen europäischen Geschichte einzuräumen. Ein zentraler Meilenstein auf diesem Weg sei die Einführung des bundesweiten „Gedenktags für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ im Jahr 2015 gewesen.

Der Landesbeauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler lud traditionell zu einer Gedenkfeier am Mahnmal für die Charta der deutschen Heimatvertriebenen in der Kursaalanlage in Bad Cannstatt ein. Bei der diesjährigen Gedenkfeier sprachen auch der Stellvertretende Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen Ernst Strohmaier und Pfarrer Dr. Gerhard Neudecker als Leiter des Katholische Büros Stuttgart des „Kommissariats der katholischen Bischöfe in Baden-Württemberg“.

(Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums des Innern, für Digitales und Kommunen Baden-Württemberg / Fotos: Thomas Dapper)

„Freundschaften sind ein Garant für ein friedliches Europa“

Reise des Patenschaftsrates der Stadt Gerlingen und der LDU nach Ungarn (Teil 2)

Die Delegation des Patenschaftsrates setzte ihre Reise nach Südostungarn fort und erreichte am Nachmittag die Kleinstadt Elek, die heute an der ungarisch-rumänischen Grenze liegt.

Die Kommune kann auf eine ereignisreiche und leidvolle Geschichte zurückblicken. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde Elek, einst im Herzen des Königreichs gelegen, Grenzstadt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden etwa 1.000 Männer und Frauen nach Russland deportiert und fast 5.000 Deutsche aus Elek vertrieben.

Bürgermeister György Szelezsán empfing die Gäste im großen Sitzungssaal des Rathauses und gab einen informativen Überblick über die Stadtgeschichte und die sehr guten Beziehungen zu den beiden deutschen Partnerstädten Gerolzhofen/Bayern und Laudenbach/Baden-Württemberg.

Eine eindrucksvolle Kutschfahrt durch den Ort, die der LDU-Vorsitzende Joschi Ament, dessen Familie aus Elek stammt, selbst moderierte, vervollständigte den Überblick über Elek.

Zusammen mit Georg Brenner, Gerlingens Bürgermeister a.D., legte Ament an der Landesgedenkstätte zur Erinnerung an die Vertreibung der Deutschen aus Ungarn einen Kranz nieder.

Das Abendprogramm fand im so genannten „Leimen-Haus“ – der guten Stube der Stadt – statt, das von beeindruckenden Tanzvorführungen, musikalischen Spitzenbeiträgen und kulinarischen Köstlichkeiten gespickt war.

Der zweite Tag in Elek führte die Delegation entlang des Ungarndeutschen Lehrpfades zur römisch-katholischen Kirche und zum deutschen Kindergarten. Dort wussten die Kleinsten der Stadt mit einigen Tänzen die deutschen Gäste zu begeistern.

Krönender Abschluss der Patenschaftsratsreise waren ein Empfang in der LdU-Zentrale in Budapest, zu der die LdU-Landesvorsitzende Ibolya Hock-Englender eingeladen hatte, sowie eine Besichtigung des Ungarischen Parlamentsgebäudes, die der Parlamentsabgeordnete der Ungarndeutschen Imre Ritter mit seinem Kabinettschef Gregor Gallai ermöglichte.

Mit vielen positiven und lebendigen Eindrücken kehrte die Delegation nach fünf Tagen nach Gerlingen zurück. Bundes- und Landesvorsitzender Ament resümierte wie folgt: „Durch solche Begegnungen wachsen unsere Freundschaften und zeigen uns ein authentisches Bild von unserer gemeinsamen Volksgruppe der Ungarndeutschen. Ich wünsche mir noch viele solcher Begegnungen. Sie sind für mich der Garant für ein friedliches Europas.“

Fotos: Stadt Gerlingen und Joschi Ament

„Freundschaften wachsen durch Begegnungen“

Reise des Patenschaftsrates der Stadt Gerlingen und der LDU nach Ungarn (Teil 1)

Durch die Übernahme der Patenschaft der Stadt Gerlingen über die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn in Baden-Württemberg hat sich eine tiefe Verbundenheit zu allen Ungarndeutschen, auch zu den Menschen in Ungarn entwickelt, die für das Zusammenleben in einem vereinten Europa gewinnbringend ist. So organisiert die Landsmannschaft regelmäßig Begegnungsreisen nach Ungarn, zu der sich in diesem Jahr wieder zahlreiche aktuelle und ehemalige Stadträte der Stadt Gerlingen und Vorstandsmitglieder des LDU Landesverbandes angeschlossen hatten.

Erstes Ziel der Reise war Gerlingens Partnerstadt Tata. Bürgermeister József Michl berichtete im Rathaus über die aktuelle Lage der Stadt und lud die deutschen Freunde anschließend zum gemeinsamen Mittagessen in das Kőfaragó-Ház unterhalb des Kalvarienbergs ein.

Nach dem Besuch des Ungarndeutschen Landesmuseums in der Nepomuk-Mühle setzte die Gruppe ihre Reise in das ungarndeutsche Gemeinde Tarian fort. Dort stand die Besichtigung des Ungarndeutschen Lehrpfades, des Ansiedlungsdenkmals und der Kirche im Mittelpunkt. Bürgermeister Tamás Klinger informierte aber auch über zahlreiche kommunalpolitische Projekte seiner Gemeinde, deren Einwohner sich heute noch nahezu zur Hälfte zur deutschen Nationalität bekennen. Natürlich durfte ein gemütlicher Abschluss bei den traditionellen Weinbauern von Tarian nicht fehlen.

Am nächsten Tag steuerte die Gruppe zunächst Hartian, im Komitat Pest gelegen, südlich der Hauptstadt Budapest an. Dort gab Martin Surman-Majeczki, Vorsitzender der Deutschen Selbstverwaltung in Hartian, im so genannten „Schwabenhaus“ einen interessanten Überblick über seine Gemeinde und die Traditionen der dort lebenden Deutschen.

alle Fotos: Stadt Gerlingen

„Wir, im Wandel der Zeit“

Heimattage der Deutschen im Banat

Die Heimattage der Banater Schwaben sind eine wichtige Veranstaltung, die die Kultur und Traditionen der Banater Schwaben feiert und gleichzeitig die Gemeinschaft stärkt. 2025 fanden die Heimattage in Temeswar (Timișoara) statt, einer Stadt, die eine wichtige Rolle in der Geschichte der Banater Schwaben spielt.

Das Programm umfasste eine Reihe von Veranstaltungen, darunter ein farbenfroher Festumzug durch die Innenstadt von Temeswar, der die Vielfalt der Banater Kultur zeigte, kulturelle Darbietungen, wie Musik, Tanz und Theater, die die Traditionen der Banater Schwaben lebendig werden ließen, sowie mehrere Ausstellungen, die sich mit der Geschichte, Kultur und dem Leben der Banater Schwaben befassten.

Ein gemeinsamer Gottesdienst, der die spirituelle Verbundenheit der Banater Schwaben zum Ausdruck brachte, zelebrierten Bischof Josef Csaba Pál und Martin Roos, emeritierter Bischof von Temeswar.

Der Festakt fand im Opernhaus von Temeswar statt. Zahlreiche Grußworte wurden gesprochen, u.a. vom Forumsvorsitzenden Dr. Johann Fernbach, vom Parlamentsabgeordneten der deutschen Minderheit Ovidio Ganț, vom Bürgermeister der Stadt Temeswar Dominic Fritz, der deutschen Konsulin Regina Lochner, der Stadt Ulm und den Landsmannschaften. Darüber hinaus übermittelte der deutsche Botschafter Dr. Peer Gebauer, mittlerweile wieder in Berlin, eine Videobotschaft.

Der große Trachtenumzug, bei dem rund 600 Teilnehmer in traditionellen banatschwäbischen Trachten durch die Stadt zogen, war der Höhepunkt der Heimattage.

Insgesamt boten die Heimattage der Deutschen im Banat eine wunderbare Gelegenheit, die Banater Schwaben und ihre Kultur kennenzulernen oder sich wieder mit ihr zu verbinden.

„Flucht aus dem Banat 1944“

Podiumsdiskussion im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm

Im Herbst 1944 flohen Tausende Banater Schwaben – vor allem Frauen, Kinder und ältere Männer – vor den heranrückenden sowjetischen Truppen Richtung Westen. Sie gelangten nach Böhmen, Österreich oder nach Süddeutschland. Einige sind geblieben, die meisten sind aber nach Kriegsende ins Banat zurückgekehrt.

Ihren Erlebnissen, ihren erlittenen Traumata und ihrer Sehnsucht nach Zuhause haben Albert Bohn, Werner Kremm und Anton Sterbling mit einem 2024 erschienenen Sammelband, der zahlreiche Erzählberichte vereint, eine Stimme gegeben.

Auf Initiative der Kulturreferentin für den Donauraum, Dr. Swantje Volkmann, präsentierten Werner Kremm und Anton Sterbling sowie Peter-D. Leber als Vertreter des Verlegers, der Landsmannschaft der Banater Schwaben, im Rahmen der Ausstellung „Lifeline“ ausgewählte Berichte und diskutieren über das Geschehene.

„In vielen Erlebnisberichten dokumentiert, offenbaren sich Leid und Elend der Kriegs- und Nachkriegszeit, die Sehnsucht nach der Heimat und der Wille zum Neubeginn. Und es war oft die Stunde der Frauen, der Großfamilien“, so der Bundesvorsitzende der Banater Schwaben, Peter Leber.

Das Buch ist erhältlich über den Bundesverband der Banater Schwaben in München.

„Wie aus Vertreibung Versöhnung wurde“

Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg lud nach Stuttgart ein

„Wir knüpfen viele Aspekte unserer Identität an unsere Heimat – etwa Kultur und Tradition, Sprache und Familie. Heimat ist eine sehr persönliche und emotionale Bindung – vor allem, wenn wir sie verlieren. Eine neue Heimat zu finden, ist dann ein großartiges Geschenk, auch wenn die Erinnerung an das Verlorene die Gegenwart mitprägt“, so Muhterem Aras, Präsidentin des Landtages von Baden-Württemberg anlässlich ihrer Einladung zum Gedenktag „80 Jahre nach Flucht und Ver-treibung“, der in der Lobby des Landtags in Stuttgart begangen wurde.

Zusammen mit dem Landesverband des Bundes der Vertriebenen in Baden-Württemberg lud Aras ein, einen generationenübergreifenden Blick auf die Bedeutung von Heimat – damals und heute – zu werfen. Wie erlebten deutsche Vertriebene, die ihre Heimat in Ost- und Mitteleuropa ab 1944 verlassen mussten, Flucht und Vertreibung? Welche Bedeutung hat die Heimat der Vorfahren und deren Erlebnisse für die Enkelgeneration? Und welche Lehren können aus diesen Erfahrungen für heutige Herausforderungen gezogen werden?

In zwei Gesprächsrunden – zunächst mit Zeitzeugen der Erlebnisgeneration unter dem Titel „Erinnerung, Fluchterfahrung und Neuanfang“, anschließend mit Vertretern der Enkelgeneration, die sich künstlerisch dem Thema annäherten – versuchte Moderator Raimund Haser, MdL, Antworten auf diese Fragen zu geben.

Darüber hinaus sprachen Muhterem Aras, MdL, der Präsident des Bundes der Vertriebenen und Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Dr. Bernd Fabritius sowie Hartmut Liebscher, Landesvorsitzender des BdV in Baden-Württemberg.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch Helena Goldt und Vassily Dück. Nach dem offiziellen Teil lud die Landtagspräsidentin zum Stehempfang ein.    

 

(Quelle: Einladung zur Veranstaltung)