
BdV Baden-Württemberg begeht Tag der Heimat in Stuttgart
Der Landesverband Baden-Württemberg des Bundes der Vertriebenen (BdV) beging auch in diesem Jahr den Tag der Heimat in der Stuttgarter Liederhalle. Die traditionsreiche Veranstaltung führte zahlreiche Gäste aus Politik, Verbänden und Kultur zusammen und stand im Zeichen von Erinnerung und gelebter Gemeinschaft.
Bereits am Vormittag fand am Denkmal für die Opfer der Vertreibung in Stuttgart-Bad Cannstatt eine feierliche Kranzniederlegung statt. Besonders bewegend war der Beitrag Helga Ruhnke, die als Zeitzeugin ihre eigenen Erlebnisse der Flucht aus Ostpreußen schilderte und damit einen sehr persönlichen Blick auf die Geschehnisse nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete.
Das Nachmittagsprogramm in der Liederhalle wurde durch ein vielfältiges kulturelles Programm geprägt. Zahlreiche Gruppen – der Deutschen aus Russland, Siebenbürger Sachsen, Banater Schwaben und der Deutschen aus Ungarn – präsentierten Musik, Gesang und Tanz.
Für besondere Begeisterung sorgte das Ungarndeutsche Folkloreensemble aus Wernau, das mit feurigen Tänzen das Publikum mitriss und die lebendige Tradition der Ungarndeutschen eindrucksvoll darbot. Der Bundesvorsitzende der LDU, Joschi Ament, zeigte sich dabei sehr erfreut über die gelungene Präsentation des ungarndeutschen Kulturerbes.
Innenminister Thomas Strobl, Schirmherr und Festredner, würdigte in seiner Ansprache die historische und gegenwärtige Bedeutung der Heimatvertriebenen. Er hob hervor, dass die Charta der deutschen Heimatvertriebenen von 1950 ein Dokument der Versöhnung und des friedlichen Neubeginns gewesen sei und dass die Heimatvertriebenen mit ihrem Engagement wesentlich zum Wiederaufbau und zur demokratischen Entwicklung Deutschlands beigetragen hätten.
Insgesamt bot der Tag der Heimat eine harmonische und würdige Veranstaltung, die Erinnerung, kulturelle Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verband.
