„Wir sind glücklich, so viele Menschen erreicht zu haben“

Erster digitaler Schwabenball ist ein voller Erfolg

Die Begrüßung der Gäste, der traditionelle Einzug der wunderschönen Trachtengruppen und zahlreiche Darbietungen der verschiedenen Tanz- und Folkloregruppen aus Deutschland und Ungarn ließen echte Schwabenballatmosphäre vor den Bildschirmen aufkommen.

„Als ich den knapp 70 minütigen digitalen Schwabenball das erste Mal gesehen habe, war ich schon stolz auf das Geleistete und deshalb geht mein ganz besonderer Dank an das Technik-Team der LDU“, so der Bundesvorsitzende Joschi Ament.

„Das Video zeigt eine lebendige Stimmung, und ich bin mir sicher, dass wir damit tolle Inhalte und unsere Traditionen weiter geben konnten“, fasste Michael Fritton vom Landesverband Baden-Württemberg zusammen, der die Gesamtleitung für dieses digitale Projekt inne hatte.

„Wir sind glücklich, denn in kürzester Zeit wurde unser Schwabenball mehr als 400 Mal aufgerufen. Dass wir so viele Menschen erreichen, hätten wir nicht gedacht“, sagt Alfred Freistädter, Mitglied des Bundesvorstandes, der auch diesmal die Trachtengruppen aus den unterschiedlichsten Regionen Ungarns vorstellte.

„Aus dem Lob und der Anerkennung für unsere Filmpremiere schöpfen wir Kraft und Zuversicht für die zukünftige Arbeit unserer LDU“, resümiert Bundesgeschäftsführer Erich Gscheidle.

Der digitaler Schwabenball ist weiterhin über die Homepage der LDU  www.ldu-online.de  oder über den Youtube-Kanal der LDU unter  https://youtu.be/bSsvqolXAzo  abrufbar.

„Digitaler Bundesschwabenball 2021“

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserem digitalen Bundesschwabenball.

Der digitale Schwabenball ist über den You-Tube-Kanal der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn ab sofort abrufbar.

Der nachfolgende Link führt Sie einfach und direkt dorthin. Ein Doppelklick genügt.

https://youtu.be/bSsvqolXAzo

Ich darf Ihnen im Namen der LDU viel Spaß und Freude bei unserem digitalen Bundesschwabenball wünschen.

Seien Sie für eine Stunde mit uns Ungarndeutsch – und stehen Sie dazu!

Freundliche Grüße

Joschi Ament
Bundesvorsitzender

„Einladung zum digitalen Bundesschwabenball mit Bundestrachtenfest“

 

Die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn und
die Patenstadt Gerlingen laden herzlich ein
zum digitalen Bundesschwabenball mit Bundestrachtenfest.

 

Festprogramm:

Prinz-Eugen-Marsch zum Einzug der Trachtenpaare

Eröffnung des digitalen Schwabenballs durch den Bundesvorsitzenden
Herrn Joschi Ament

Grußworte des Bürgermeisters der Patenstadt Gerlingen
Herrn Dirk Oestringer

Grußworte der Vorsitzenden der
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen in Ungarn
Frau Ibolya Hock-Englender

Trachtenschau

Potpourri aus Auftritten verschiedener Tanz- und Folkloregruppen
Fotos und Videos der letzten Bundesschwabenbälle

Der Bundesschwabenball ist ab dem 17. April 2021 über den Youtube-Kanal der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn im Internet oder über die Homepage der LDU www.ldu-online.de abrufbar.

Auf Wunsch leiten wir Ihnen den Link sehr gerne zu.

Anmeldung über: kontakt@ldu-online.de

„Auch der Heilige Nepomuk wird restauriert“

Ungarische Regierung unterstützt ungarndeutsches Basismuseum in Tata

Das Ungarndeutsche Zentralmuseum in Tata wurde im Jahr 1972 als Basismuseum für die deutsche Minderheit in Ungarn gegründet und bewahrt und präsentiert seither das materielle und immaterielle Erbe der Ungarndeutschen im historischen und heutigen Ungarn. Seit 1983 befindet es sich im teilweise denkmalgeschützten Gebäudekomplex der Nepomucenus-Mühle, die im Jahre 1758 erbaut wurde.

Für die seit über 30 Jahren verschwisterten Städte Gerlingen in Baden-Württemberg und Tata im Komitat Komárom-Esztergom in Ungarn stellt das Basismuseum eine zentrale Verbindung zwischen Menschen und Organisationen beider Kommunen dar. Sowohl für die Ortsgruppe der LDU in Gerlingen, als auch für den Landesverband der LDU in Baden-Württemberg ist das Basismuseum ebenfalls seit vielen Jahren ein besonderer Ort der Begegnung.

Die Leitung des Museum um Direktor Dr. Richard Schmidtmayer bewirbt sich seit einiger Zeit um finanzielle Unterstützung, um dringend notwendige Modernisierungs-, Instandhaltungs- und Renovierungsarbeiten am historischen Mühlenanwesen durchführen zu können.

Dr. Schmidtmayer zusammen mit dem Parlamentsabgeordneten János Bencsik, der in Vertretung von Staatssekretär Soltész an der Pressekonferenz teilnahm

Im Januar 2021 konnten sich die Verantwortlichen nun über einen Brief von Staatssekretär Miklós Soltész – zuständig für Kirchen- und Nationalitätenangelegenheiten im ungarischen Ministerpräsidentenamt – freuen, denn mit einer finanziellen Zuwendung von 25 Mio. Forint, die aktuell genehmigt wurde, können die zwingend notwendigen Sanierungsmaßnahmen am Hauptgebäude wohl noch im Frühjahr 2021 in Auftrag gegeben werden. Auch die Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk soll fachmännisch restauriert werden, wie Dr. Richard Schmidtmayer, Direktor des Basismuseums auf der Pressekonferenz bekannt gab.

„Ich werde diese Geschichte nicht los“

Georg Richter hat seine Erinnerungen an Krieg und Gefangenschaft aufgeschrieben

„Nein, bis Corona weg ist, können wir nicht warten“, sagt Georg Richter sofort. Er ist 94 Jahre alt, und es ist ihm wichtig, seine Geschichte zu schildern. Jetzt hat er ein Buch herausgebracht. Es trägt den Titel „Neun Jahre lebendig tot. Kriegsgefangenschaft in Russland und Ungarn.“

Seit 67 Jahren lebt Richter in Deutschland. Und doch sagt er: „Ich werde diese Geschichte niemals los.“ Es sei eine Geschichte, aus der junge Leute etwas lernen können. Sie können sich „ein Beispiel nehmen, wie man in ausweglosen Situationen das Leben trotzdem meistern kann“. Ausweglose Situationen hat er viele erdulden müssen.

Georg Richter wurde 1926 in einer kleinen Gemeinde im Süden Ungarns geboren. 90% der Menschen dort waren deutsch. Nach dem Abitur, mit 18, wurde er als „Volksdeutscher“ eingezogen. Er wurde zur Waffen-SS zwangsrekrutiert, sonst wären seine Eltern inhaftiert worden. „Man nannte uns Freiwillige, aber freiwillig war da nichts!“ Richter musste nicht an die Front, er machte Sanitätsdienst. Nach fünf Monaten kam er in russische Gefangenschaft, und eine fast neunjährige Odyssee des Schreckens begann. Er war in mehr als 20 Lagern. Er erlebte Gefangenschaft und Todesangst, Demütigung und Misshandlung, Lügen und Verrat, Entbehrungen, Hunger und Zwangsarbeit im Steinbruch. Und er sah Freunde sterben. Wenn er davon erzählt, merkt man an den vielen Details, wie plastisch er das schreckliche Geschehen immer noch vor Augen hat.

Ende 1950 wurde er aus der russischen Kriegsgefangenschaft nach Ungarn entlassen, dort sogleich vom ungarischen Geheimdienst verhaftet und für drei weitere Jahre in das berüchtigte Schweigelager nach Tiszalök überstellt. Das Martyrium wollte und wollte nicht enden. Erst im Dezember 1953 kam er endgültig frei und wurde sofort des Landes verwiesen. Er kam nach Deutschland – seine Eltern lebten bereits als Vertriebene in Dietenheim bei Ulm. „Bitter“ seien die ersten Jahre in Deutschland gewesen, „aber dann ging es nach und nach besser.“

Aus Ungarn bekommt er heute eine Entschädigung, 20 Euro pro Monat „für neun Jahre Kriegsgefangenschaft und den Verlust des Elternhauses“, aber doch immerhin eine Art Anerkennung. Lange genug sei in Ungarn alles unter den Teppich gekehrt worden.

Was haben die Erfahrungen mit ihm gemacht? Er sei „ein versöhnlicher Mensch“, sagt Georg Richter, „dauerhafte Fehde bringt nichts. Ich reiche, nach allem, was ich erlebt habe, den Anderen die Hand. Man muss an die Zukunft denken.“ Nur vergessen, das dürfe man nicht. „Wenn man diese Geschichte nicht festhält, ist sie weg! Für immer verloren!“

 

Quelle: Magdi Aboul-Kheir/Südwestpresse

Ausschreibung Donauschwäbischer Kulturpreis 2021

Innenminister Thomas Strobl: „Verleihung ist wichtiges Zeichen an Kulturschaffende in schwierigen Zeiten“

„Wir vergeben den Donauschwäbischen Kulturpreis in diesem Jahr zum 40. Mal. Gerade in einer Zeit, die Kulturschaffende und in der Kulturvermittlung tätige Menschen aufgrund der Corona-Pandemie vor besondere Herausforderungen stellt, können wir damit ein Zeichen setzen und anerkennen, wie wertvoll ihr Engagement für unsere Gesellschaft ist“, sagte der Stv. Ministerpräsident, Innenminister und Landesbeauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler Thomas Strobl. Anlass war die Ausschreibung für den Donauschwäbischen Kulturpreis 2021.

Um das Werk und Wirken der Kulturschaffenden und Kulturvermittelnden herauszustellen und auszuzeichnen, vergibt das Land Baden-Württemberg alle zwei Jahre den Donauschwäbischen Kulturpreis. In diesem Jahr wird der Preis für den Bereich Kulturvermittlung (Literatur – Musik – Bildende Kunst – Medien) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2021.

Neben einem mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis sind zwei Förderpreise in Höhe von jeweils 2.500 Euro vorgesehen, mit denen jüngere Personen ausgezeichnet werden, die sich erfolgreich als Kulturschaffende oder in der Kulturvermittlung engagieren. Der Preis wird an Personen verliehen, deren Werk Bezüge zur donauschwäbischen Kultur hat. Angesprochen sind auch Einrichtungen und Initiativen, die kulturelle Angebote zur Geschichte und Kultur der Donauschwaben präsentieren.

„Die Geschichte der Donauschwaben mit ihrer traurigen Wahrheit von Flucht und Vertreibung hat in der Gegenwart nichts an Aktualität verloren. Die Kulturschaffenden und Akteure in der Kulturvermittlung lassen diese Geschichte auf vielfältige künstlerische Weise im Heute erfahrbar werden“, bekräftigte Innenminister Thomas Strobl.

 

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Ausführliche Informationen zum Vergabeverfahren sind auf den Internetseiten des Hauses der Heimat des Landes Baden-Württemberg eingestellt. Gern erteilt das Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg weitere Auskünfte (0711/66951-14).

 

„Der nicht sieht, ist nicht blind“

Wie eine glückliche Kindheit in Vértesacsa zum Glück für zahlreiche blinde ungarische Kinder wurde

Am 13. Januar 2021 starb Schwester Anna an Corona. Geboren wurde Anna Fehér 1947 in Vértesacsa als Tochter der ungarndeutschen Bauernfamilie Josef Fehér und Anna Fufnagel.

Als tief religiöse Katholikin schloss sich Anna Fehér der Ordensgemeinschaft der Elisabethinnen an, der sich zur Hilfe für Notleidende verpflichtet.

Da sie bereits als Kind selbst an einer starken Sehschwäche litt, gründete Schwester Anna 1982 in Budapest das St.-Anna-Heim für mehrfach körperlich wie seh- und hörbehinderte Kinder. Anfangs kümmerte sie sich in zwei Kellerwohnungen um 15 Kinder – unterstützt von der St.-Anna-Gemeinde am Batthyány Tér.

1989 stellte ihr die Stadt in den Budaer Bergen ein leerstehendes Gebäude zur Verfügung. Es gelang ihr, das große Haus mit Garten zu renovieren, einen Kindergarten und eine Schule einzurichten. Unterstützt wurde sie u.a. von der Christoffel Blindenmission, dem deutschen katholischen Blindenwerk, dem Schweizer Bauorden, der Caritas und Renovabis.

2015 wurde der Anbau durch den ungarischen Außenminister Peter Szijjárto übergeben. Heute heißt es „Batthyány László Kinderheim“, benannt nach dem bekannten ungarischen Arzt der Armen László Batthyány.

Viele Kinder lernten in Schwester Annas Heim mit viel Zuwendung, trotz schwersten Behinderungen sprechen, laufen, musizieren bis hin zur Selbstversorgung und handwerkliche Fähigkeiten. Heilgymnastik, Hydrotherapie und Unterwassermassage schulen Wahrnehmung, Tastsinn und Beweglichkeit. Schwester Annas Fachteam hat dafür individuelle Sitzmodule und fast 40 Hilfsgeräte nach dem Motto „Bewegen heißt heilen“ entwickelt. Schwester Anna war es sehr wichtig, dass die inzwischen erwachsen Kinder auch weiterhin gut untergebracht sind.

Schwester Anna übersetzte als Erste die Bibel auf Ungarisch in Braille-Schrift. Papst Johann Paul II segnete 1991 ihr Werk persönlich. Sie traf sich mit Mutter Theresa, und auch die Gattin des damaligen US-Präsidenten Barbara Busch besuchte 1989 ihr Heim.

Jetzt ist Schwester Anna Opfer der Corona-Pandemie geworden. Es bleibt zu hoffen, dass das Werk von Schwester Anna fortgeführt wird und noch viele weitere Menschen zu guten Taten inspiriert.

(Quelle: Ilona Schmuck / Foto: www.mandiner.hu)

„Corona versus Landsmannschaft“

Absage des Bundesschwabenballs 2021 in Gerlingen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Landsleute,
liebe Freunde der ungarndeutschen Kultur,

das Kalenderjahr 2021 beginnt leider so, wie das das alte Jahr endete. Es ist gezeichnet von harten Einschnitten aufgrund der Corona-Pandemie in Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Ein erneuter Lockdown, der noch vor dem Jahreswechsel begann, führte bislang nicht zum gewünschten Erfolg. Die Inzidenz-Zahlen sanken zuletzt zwar stetig, doch sind sie für großzügige Lockerungen immer noch zu hoch. Die Entwicklung eines Impfstoffes verbreitete zunächst Hoffnung und Zuversicht. Doch verlief der Impfstart eher schleppend als erfolgreich. Die Mutationen des Virus verbreiten weiterhin große Sorgen.

Auch wir – seitens der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn – hatten die feste Absicht, mit unserem traditionellen Bundesschwabenball in unserer Patenstadt Gerlingen unsere wertvolle Arbeit zum Wohle unserer Kultur- und Brauchtumspflege wieder aufnehmen. Leider ist das aufgrund der Pandemie nicht so einfach, da Veranstaltungen dieser Art und Größe momentan noch nicht möglich sind.

In enger Abstimmung mit dem Bürgermeister unserer Patenstadt Gerlingen, Herrn Dirk Oestringer, hat das Bundespräsidium unserer Landsmannschaft zusammen mit dem Landesvorstand der LDU in Baden-Württemberg beschlossen, den für den 17. April 2021 vorgesehenen 65. Bundesschwabenball – als Präsenzveranstaltung – abzusagen. Natürlich bedauern wir das sehr.

Aktuell plant die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, einen kleinen virtuellen Bundes-schwabenball auszurichten. Hierzu möchte ich Sie bereits heute recht herzlich einladen.

Detaillierte Informationen werden wir über unseren LDU-Newsletter bzw. auf unserer Homepage www.ldu-online.de zu gegebener Zeit zur Verfügung stellen.

 

Bleiben Sie gesund!

 

Joschi Ament
Bundesvorsitzender

„Ich bewundere, wie kreativ die Vertriebenen und Spätaussiedler in dieser schwierigen Zeit ihre Gemeinschaft gelebt haben“

Jahresbilanz 2020 des Landesbeauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler Thomas Strobl

„2020 war ein merkwürdiges Jahr, ein Jahr, das ganz anders verlief als erwartet und das uns in vielen Bereichen vor neue Herausforderungen gestellt hat. Geplant war ein Jahr mit vielen geselligen Treffen und Veranstaltungen zur Pflege und Weitergabe der kulturellen Traditionen – wie in den Vorjahren auch. Wir mussten stattdessen Verzicht üben und konnten Vertrautes nicht wie gewohnt leben. Großartig finde ich, wie die Verbände angesichts der Pandemie neue Formate der Begegnung kennengelernt und eingesetzt haben“, sagte Baden-Württembergs stellvertretende Ministerpräsident, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration und Landesbeauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler Thomas Strobl im Rückblick auf das Jahr 2020.

„Für die Vertriebenen und Spätaussiedler und uns alle war 2020 ein ganz besonderes Jahr mit einem ganz besonderen Höhepunkt – die 70. Wiederkehr des Tages, an dem in Bad Cannstatt die Charta der deutschen Heimatvertriebenen beschlossen wurde. Glücklicherweise konnten wir das 70-jährige Jubiläum nachträglich im September in einem festlichen Rahmen bei der Veranstaltung zum Tag der Heimat in der Liederhalle in Stuttgart würdigen. Seinerzeit hatten die Heimatvertriebenen ihre berechtigten Wünsche nach einer besseren Eingliederung in die deutsche Gesellschaft und gerechteren Lastenverteilung mit der Zusage verknüpften, sich beim Wiederaufbau in Frieden und Freiheit voll und ganz einzubringen. Diese Zusage haben die Heimatvertriebenen wahrhaft vorbildlich erfüllt. Mit dem expliziten Verzicht auf Rache und Vergeltung gehören die Heimatvertriebenen auch zu den Vorreitern der europäischen Einigung, insbesondere mit Blick auf unsere mittel- und osteuropäischen Nachbarn“, so der Innenminister Thomas Strobl.

„Für das Jahr 2021 können mit zusätzlichen Landesmitteln auch einige größere Investitionsmaßnahmen durchgeführt werden: die Aktualisierung der Dauerausstellung im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm, die voraussichtlich im kommenden November neu eröffnet werden kann, die derzeit bereits laufende Sanierung des Hauses der Russlanddeutschen in Stuttgart und die Sanierung des Hauses der Donauschwaben in Sindelfingen, für die ab dem kommenden Jahr Mittel zur Verfügung stehen. Ich freue mich, dass wir zum Erhalt und zur Pflege der Kultur der Vertriebenen und Spätaussiedler einen guten Beitrag leisten konnten und können“, betonte der stellvertretende Ministerpräsident, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration und Landesbeauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler Thomas Strobl.

(Quelle: Pressestelle des Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg / Bild: Laurence Chaperon)

„Ein Akt des Bekennens der historischen Schuld“

Gedenken in Deutschland und Ungarn an den 19. Januar 1946

Ministerpräsident Viktor Orbán zusammen mit Imre Ritter in Budaörs am 19. Januar 2021

In Zeiten, in denen es die Corona-Pandemie weder in Deutschland noch in Ungarn erlaubt, sich in großen Gruppen zum Gedenktag zur Erinnerung an die Verschleppung und Vertreibung der Ungarndeutschen zu treffen, fanden sich am 19. Januar in den Ungarischen Generalkonsulaten in Stuttgart und München viele Menschen zu virtuellen Gedenkstunden ein.

In Ungarn selbst legte Ministerpräsident Viktor Orbán zusammen mit dem Abgeordneten der Ungarndeutschen in der Ungarischen Nationalversammlung Imre Ritter einen Kranz an der Gedenktafel der Vertriebenen Ungarndeutschen am Bahnhof von Wudersch (Budaörs) nieder, da auch dort die große offizielle Gedenkveranstaltung – die in diesem Jahr in Bonnhard/Bonyhád vorgesehen war – aufgrund der COVID-Beschränkungen nicht stattfinden konnte.

Über die Kranzniederlegung am Dienstagmorgen erinnerte sich Viktor Orbán auch im sozialen Netzwerk und schrieb zu seinem Post: „Der 75. Jahrestag der Vertreibung der Ungarndeutschen. Grausam für die Opfer. Würdevolle Erinnerung an diejenigen, die gelitten haben. Der 75. Jahrestag der Vertreibung der Ungarndeutschen. Ehrfurcht den Opfern. Gebührende Erinnerung an die Leidenden.“

Neben zahlreichen weiteren hochrangigen Rednern aus Deutschland und Ungarn hielten die beiden ranghöchsten Vertreter der Ungarndeutschen – Ibolya Hock-Englender, stellvertretend für die in Ungarn verbliebenen Ungarndeutschen, und Joschi Ament, stellvertretend für die nach Deutschland vertriebenen Ungarndeutschen – sehr persönliche und emotionale Gedenkansprachen.

Sämtliche virtuell gehaltenen Reden sind über die entsprechenden Internetseiten der Ungarischen Generalkonsulate in Stuttgart und München abrufbar.