„70 Jahre Bund der Vertriebenen in Baden-Württemberg“

Ministerpräsident Kretschmann und Innenminister Strobl würdigen Verdienste von Vertriebenen

Mit einer Jubiläumsveranstaltung unter dem Titel „70 Jahre Bund der Vertriebenen (BdV) und Spätaussiedler Baden-Württembergs“ feierte der BdV in Baden-Württemberg Ende April sein Jubiläum im Weißen Saal des Neues Schlosses in Stuttgart.

Nach der Begrüßung durch die Landesvorsitzende Iris Ripsam überbrachten der Präsident des Bundes der Vertriebenen, Dr. Bernd Fabritius, und Baden-Württembergs Innenminister und Landesbeauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler, Thomas Strobl, jeweils ein Grußwort. Die Festansprache hielt Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Kretschmann sagte, das Jubiläum des BdVs und das des Landes Baden-Württemberg hingen eng zusammen. „Denn die Heimatvertriebenen haben bei der Volksabstimmung im Dezember 1951 nahezu geschlossen für den Südweststaat gestimmt.“ Sie hätten so den entscheidenden Ausschlag für die Gründung des Landes Baden-Württemberg wenige Monate später gegeben. „Die heimatvertriebenen Deutschen wollten in der neuen Heimat gute Staatsbürger sein.“

Kretschmann erinnerte auch an das Leid der Vertriebenen. Der Grünen-Politiker sagte: „Unrecht ist und bleibt es, wenn unschuldige Frauen, Männer und Kinder willkürlich aus ihrer Heimat vertrieben, wenn sie enteignet oder ermordet werden.“ Unrecht sei und bleibe es, wenn Menschen allein ihrer Volkszugehörigkeit wegen verfolgt, diskriminiert und an Leib und Seele bedroht werden.

„Der BdV und die Landsmannschaften setzen sich sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene seit Jahrzehnten nachdrücklich für Versöhnung und Frieden in Europa ein. Gemeinsames und Verschiedenes zu kennen und sich damit auseinanderzusetzen, ist letztendlich die beste Grundlage für eine tragfähige Völkerverständigung. Diese Aufgabe und ihre Bedeutung sind angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine hochaktuell und nicht hoch genug zu bewerten. Wer glaubte, dass der Frieden in Europa selbstverständlich und für alle Zeiten gesichert ist, wurde in den vergangenen Wochen eines Besseren belehrt. Wir müssen daraus die Lehre ziehen, dass Frieden, Freiheit und Toleranz immer wieder unseren vollen Einsatz erfordern“, so die Worte des Innenministers Thomas Strobl.

 

(Quellen: swr.de und baden-württemberg.de)

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