
Eine Liebesgeschichte, die im Ungarndeutschen Folkloreensemble Wernau ihren Anfang nahm
Manchmal beginnt eine große Liebe dort, wo Menschen gemeinsam ihre Leidenschaft leben. Bei Anna-Sophie Haas und Benedikt Hofmann war es die Tanzfläche des Ungarndeutschen Folkloreensembles (UFE) Wernau. Beide tanzen seit mehr als 25 Jahren im Ensemble – und haben sich dort kennengelernt. Was mit gemeinsamen Tanzschritten begann, wurde zu einer gemeinsamen Lebensgeschichte. Natürlich durfte bei der Hochzeitsfeier im Juni das UFE nicht fehlen, die das Brautpaar mit einer besonderen Choreografie eines ungarischen Tanzes überraschten.
Das Ungarndeutsche Folkloreensemble Wernau steht beispielhaft dafür, wie lebendig Tradition sein kann. Mit anspruchsvollen Tänzen, farbenprächtigen und authentischen Trachten und viel Leidenschaft bewahren die Mitglieder ungarndeutsches Kulturerbe und geben es an die nächste Generation weiter. Bereits Kinder ab drei Jahren lernen erste Tänze, vier Kinder- und Jugendgruppen werden altersgerecht betreut.
Dabei ist das UFE längst eine offene Gemeinschaft. Viele Mitglieder haben keinen familiären Bezug zur Geschichte der Ungarndeutschen – sie kommen aus Freude am Tanz und bleiben wegen der Gemeinschaft. Gleichzeitig pflegt das Ensemble enge Kontakte nach Ungarn und zu ungarischen Tanzgruppen.
Und auch über das UFE hinaus engagiert sich die junge Generation für unsere gemeinsame Sache: Anna-Sophie Haas ist inzwischen das jüngste Vorstandsmitglied der LDU in Baden-Württemberg. Mit ihrem Engagement im Verband und ihrer langjährigen Verbundenheit mit dem UFE steht sie beispielhaft für eine Generation, die ungarndeutsche Kultur nicht nur bewahren, sondern aktiv weitertragen und mit neuem Leben erfüllen möchte.
So wird aus Tradition Begegnung, aus Begegnung Freundschaft – und manchmal, wie bei Anna-Sophie und Benedikt, sogar Liebe. Das ist gelebte Kultur: Sie bewahrt die Vergangenheit, verbindet Menschen in der Gegenwart und schreibt immer wieder neue Geschichten für die Zukunft.

