„Weichen für die Zukunft gestellt“

Kuratoriumssitzung des Zentrums gegen Vertreibungen in Berlin

Die Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen, gegründet im Jahr 2000 aus dem Bund der Vertriebenen heraus, widmet sich der Aufarbeitung von Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert und setzt sich zugleich für die Ächtung von Vertreibung und Genozid weltweit ein. Mit Ausstellungen, wissenschaftlicher Arbeit und internationaler Vernetzung leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zur Förderung von Versöhnung und Verständigung.

Bei der Kuratoriumssitzung Ende April in Berlin standen zentrale personelle Entscheidungen und die zukünftige inhaltliche Ausrichtung der Stiftung im Mittelpunkt. Der ehemalige hessische Innenminister und neue Vorsitzende der Stiftung Peter Beuth begrüßte die Mitglieder und Gäste und skizzierte erste Perspektiven für die weitere Arbeit. In seinem Grußwort hob Klaus-Peter Willsch, MdB – Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages und gleichzeitig Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion – die Bedeutung der Stiftung gerade vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Debatten hervor.

Ein besonderer Schwerpunkt der Sitzung lag auf dem Übergang in der Stiftungsleitung nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Christean Wagner. Mit Peter Beuth verbindet sich die Erwartung, die erfolgreiche Arbeit fortzuführen und zugleich neue Impulse zu setzen, um die Sichtbarkeit der Themen weiter zu stärken.

Die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn ist im Kuratorium vertreten und wird dort durch ihren Bundesvorsitzenden Joschi Ament repräsentiert. Damit bringt die LDU ihre Perspektive aktiv in die Arbeit der Stiftung ein.

Angesichts aktueller Herausforderungen rund um Migration, Identität und Erinnerungskultur bleibt die Arbeit des Zentrums von wachsender Bedeutung. Es versteht sich als Plattform für Dialog und Versöhnung und trägt dazu bei, historische Verantwortung in die Gegenwart zu übersetzen.