
Ausstellungseröffnung im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen
Mitte März wurde im Haus der Donauschwaben die Sonderausstellung „Ungehört – die Geschichte der Frauen“ eröffnet. Die Wanderausstellung des Hauses des Deutschen Ostens aus München ist seit Herbst 2024 unterwegs und macht derzeit in Sindelfingen ihre siebte Station.
Die Ausstellung widmet sich der bislang wenig sichtbaren Rolle von Frauen im Kontext von Flucht, Vertreibung, Migration und gesellschaftlichem Wandel nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt stehen sechs Zeitzeuginnen aus Pommern, Ostpreußen, Mähren, Oberschlesien und der Batschka, deren Lebensgeschichten die dramatischen Ereignisse der Kriegs- und Nachkriegszeit aus weiblicher Perspektive beleuchten.

nicht immer willkommen.
Quelle: Stadtarchiv Offenburg
Zur Eröffnung begrüßte der Vorsitzende des Hauses der Donauschwaben, Raimund Haser MdL, die Gäste. Er berichtete auch von den Erfahrungen seiner eigenen Familie mit Flucht und Vertreibung und erinnerte an die traditionelle Rolle der Frauen in der Nachkriegszeit.
Die Mitkuratorin der Ausstellung, Patricia Erkenberg vom Haus des Deutschen Ostens, führte in das Konzept ein und erläuterte anschließend zentrale Themenbereiche der Ausstellung. Dazu gehören Flucht und Vertreibung, sexualisierte Gewalt, das Ankommen im Westen, Ehe- und Geschlechterrollen, kirchliches Engagement sowie die Mitwirkung von Frauen in Landsmannschaften und Vertriebenenverbänden. Beispielhaft stellte sie die Lebensgeschichte der Donauschwäbin Ria Schneider geb. Ackermann aus Neusatz vor.
Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von der Pianistin Albertina Song von der Schule für Musik, Theater und Tanz Sindelfingen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Mai 2026 im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen zu sehen.
