„Zukunftswerkstatt Heimat“

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Wie bleibt unsere Gemeinschaft lebendig und wie können wir sie zugleich fit für die Zukunft machen? Mit dieser zentralen Frage beschäftigte sich die „Zukunftswerkstatt Heimat“, zu der der Bundesverband der Donauschwaben Ende September 2026 ins Haus der Donauschwaben nach Sindelfingen eingeladen hatte.

Die Heimatortsgemeinschaften sind seit Jahrzehnten ein wichtiger Pfeiler der donauschwäbischen Kultur- und Erinnerungsarbeit. Sie bewahren Familiengeschichten, pflegen Traditionen und schaffen Begegnungen. Gleichzeitig verändern Generationenwechsel, Digitalisierung und die Suche nach neuen Mitgliedern die Vereinsarbeit. Genau hier setzte die Zukunftswerkstatt an.

In Fachvorträgen und Workshops wurden konkrete Zukunftsthemen diskutiert: moderne Öffentlichkeitsarbeit, digitale Archive, Mitgliedergewinnung, Fördermöglichkeiten, europäische Zusammenarbeit und die Weitergabe des kulturellen Erbes an die nächste Generation. Die Botschaft war klar: Heimat lebt vom Engagement der Menschen – und sie bleibt lebendig, wenn Tradition und neue Ideen zusammenfinden.

Auch die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn (LDU) brachte sich aktiv ein. Mit dem Bundesvorsitzenden Joschi Ament aus Baden-Württemberg, dem bayerischen Landesvorsitzenden Georg Hodolitsch und Katharina Eicher-Müller aus Rheinland-Pfalz war die LDU mit drei Bundesvorstandsmitgliedern vertreten. Damit unterstrich sie ihre enge Verbundenheit mit der donauschwäbischen Gemeinschaft und den gemeinsamen Blick nach vorne.

Gerade im 80. Gedenkjahr von Flucht und Vertreibung ist dieser Zukunftsblick wichtig. „Erinnerung verpflichtet – aber sie darf nicht beim Rückblick stehen bleiben“, betonte Joschi Ament. Die gemeinsame Aufgabe sei es, Geschichte, Sprache, Kultur und Gemeinschaft so weiterzugeben, dass auch die nächsten Generationen darin ihre eigene Heimat entdecken können.