
Eine Studienreise voller Geschichte, Begegnungen und ungarndeutscher Gastfreundschaft
Geschichte erleben, Landschaften entdecken und Menschen begegnen: Anfang August 2026 begab sich eine Reisegruppe der Karpatendeutschen Landsmannschaft aus München gemeinsam mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Landesverband Bayern, auf eine abwechslungsreiche Studienreise durch Ungarn und nach Wien.
Bereits der erste Reisetag hielt einen besonderen Höhepunkt bereit. In Albertkázmérpuszta wurde die Reisegruppe von Georgy Németh in der historischen Kázmér Csárda empfangen, die in einem ehemaligen Habsburger Verwalterhaus untergebracht ist. Dort kam es zu einem persönlichen Austausch mit Angehörigen des Hauses Habsburg.
Über Esztergom und Budaörs ging es weiter nach Budapest. Neben beeindruckenden historischen Sehenswürdigkeiten stand die Begegnung mit der ungarndeutschen Gemeinschaft im Mittelpunkt. Im Haus der Ungarndeutschen gab Johann Schuth, Chefredakteur der „Neuen Zeitung“, einen informativen Einblick in Geschichte und Gegenwart der Ungarndeutschen.
In Pécs/Fünfkirchen erwarteten die Gruppe weitere Begegnungen, unter anderem im Lenauhaus. In Geresdlak beeindruckten liebevoll gestaltete Museen und die herzliche Bewirtung durch die örtliche deutsche Selbstverwaltung.
Der Höhepunkt der Reise war der Besuch in Pusztavám/Pußtawam. Nach dem Gottesdienst folgten Besichtigungen und ein herzlicher Empfang im Kulturzentrum. Maßgeblich organisiert wurde das Programm von Tibor Gerlinger, der sich mit großem Engagement um die Gäste kümmerte. Für die kulinarische Seite sorgte Attila Stettner, der ein hervorragendes Kesselgulasch zubereitete. Bei Kesselgulasch, Kuchen und Wein kamen die Gäste mit Mitgliedern der deutschen Gemeinschaft und auch mit Bürgermeister Michael Csordas ins Gespräch. Gemeinsam gesungene deutsche Volkslieder sorgten für einen stimmungsvollen und geselligen Abschluss.
Über Sopron und Wien führte die Reise schließlich zurück nach München. Was blieb, waren viele neue Eindrücke, herzliche Begegnungen und die Gewissheit: Die Verbindungen zwischen den deutschen Volksgruppen leben – durch gemeinsame Geschichte, Kultur und Freundschaft.
Quelle: Elise Chaumiole/Karpatendeutsche Landsmannschaft, Georg Hodolisch/LDU-Bayern
